Lärmschutz leicht erklärt

zuletzt aktualisiert am: 28.04.2021
Warum und wo bauen wir diese Wände? Welche Arten des Lärmschutzes gibt es? Wie breitet sich Schall aus und wie laufen Lärmmessungen eigentlich ab? Das und noch einiges Mehr erfahren Sie von mir als Lärmschutzexperten.
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48 Kommentare
M. Huber vor 12 Tagen

Sehr geehrter Herr Mayr! Ich möchte mich den Anmerkungen von Herrn Farmer anschließen. Ich wohne im Bereich Sankt Dionysen/ Picheldorf. Nach den Umbauarbeiten an der S6 wurde der Lärmschutz in Oberaich erneuert auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde kein Lärmschutz vorgesehen. Es ist nun spürbar lauter als vor den Bauarbeiten. Das sagen sehr viele Anrainer. (u.a. auch im Anrainer-Bereich ehemaliger Holzmarkt Oberaich, die deutlich Näher an Zug und Autobahn wohnen) Ich finde nur eine Lärmschutzkarte aus dem Jahr 2017. Wurden hier bereits neue Lärmmessungen nach den Arbeiten durchgeführt? Ich habe leider kein geeichtes Lärmmessgerät komme aber bei meinen Messungen zwischen 04:00-06:00 morgens auf über 50dB. Tritt auf wenn Zug und LKW Verkehr sehr stark. In Oberaich ist es obwohl näher an der Autobahn leiser!! Warum werden hier Einwohner die weiter weg sind benachteiligt? Welche Möglichkeiten gibt es um hier in naher Zukunft einen Lärmschutz zu schaffen! Helfen Bürgerinitiativen mit Adressat Gemeinde/ Bundesland? Gibt es Förderungen für eigene Lärmschutzmaßnahmen, bzw. wären diese ob der größeren Entfernung überhaupt sinnvoll? Und, ich weiß natürlich das die ASFINAG sich an Standards hält, das konnte ich den letzten Antworten entnehmen! Mit freundlichen Grüßen

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Asfinag vor 7 Tagen

Hallo M. Huber, wir möchten auch hier auf die bereits angeführten Regeln und Richtlinien hinweisen, deren Einhaltung für uns verpflichtend ist. Im Bereich St. Dionysen / Picheldorf ist keines der vorhandenen Wohngebäude über dem geltenden Grenzwert von 50 dB (Grenzwert Nachtzeitraum) belastet. Aus diesem Grund ist unter Einhaltung der genannten Regeln und Richtlinien die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen nicht möglich. Auf Grund dessen, dass kein Wohngebäude über dem Grenzwert belastet ist, ist auch eine Förderung von passiven Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzfenster) leider nicht möglich. Zu Ihrer Frage betreffend der Verschlechterung der Lärmsituation im Bereich nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten können wir Ihnen mitteilen, dass eine Verschlechterung der Lärmsituation im Bereich St. Dionysen / Picheldorf technisch eigentlich nicht möglich ist. Lärmschutzwände sind straßenseitig immer hochabsorbierend ausgeführt, um eine Beeinträchtigung von gegenüberliegenden Siedlungsbereichen zu verhindern. Mit besten Grüße, Ihre ASFINAG

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HG vor 1 Monat

Guten Tag Herr Mayr, ich habe zwar gelesen, dass Sie nicht für Vorarlberg zuständig sind, aber ev. könnten Sie die Frage an die zuständige Person weiterleiten. Ich wollte fragen, ob irgendweldchen konkreten Pläne gibt, entlang der A14 auf Höhe von Klaus Lärmschutzwände zu errichten? Falls nicht, was könnte ich unternehmen, um derartige Baumasnahme zu veranlassen? Vielen Dank!

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Asfinag vor 1 Monat

Hallo HG, die ASFINAG bekennt sich zu Ihrer Verantwortung gegenüber den Anrainerinnen und Anrainern und setzt Lärmschutzmaßnahmen am ASFINAG-Bestandsnetz österreichweit einheitlich nach geltenden Standards und Richtlinien um, deren Anwendung für uns verpflichtend ist. Als rein kundenfinanziertes Unternehmen ist es geboten mit den Einnahmen sorgfältig umzugehen. Dementsprechend hat die ASFINAG in den vergangenen Jahren umfassende Lärmschutzmaßnahmen entlang der Autobahnen umgesetzt. Die Methode der ASFINAG für die Erstellung von Lärmuntersuchungen entspricht dem anerkannten Stand der Technik. Basierend auf einem rechnerischen Modell kann ein realistisches Bild der Lärmsituation, das vergleichbar und objektiv ist, erstellt werden. Hinsichtlich der derzeit für den Straßenverkehr in Österreich relevanten Schwellenwerte und der für Bestandssanierung gültigen Grenzwerte mit 50dB LNIGHT und 60 dB LDEN ist festzuhalten, dass diese im internationalen Vergleich ein hohes Schutzniveau für die Anrainerinnen und Anrainer sicherstellen. Um den Bedarf an Lärmschutzmaßnahmen ermitteln zu können, hat die ASFINAG über ihr gesamtes Streckennetz einen Lärmkataster erstellt, aus welchem die vorhandene Lärmbelastung für Wohnobjekte im Nahbereich der Autobahnen und Schnellstraßen ersichtlich ist. Die in diesen strategischen Lärmkarten dargestellten Pegelwerte (unter www.laerminfo.at für jeden Bürger einsehbar) dienen sowohl der ASFINAG als auch der betroffenen Bevölkerung als Information; die Ableitung eines Anspruches auf Lärmschutzmaßnahmen ist daraus nicht möglich. Sollten Sie noch detailliertere Informationen benötigen, bitten wir Sie um Übermittlung Ihrer Kontaktdaten an folgende Adresse SP-AnfragenBMG_PE@asfinag.at. Der zuständige Projektleiter wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen und Ihnen die noch offenen Fragen beantworten. Mit besten Grüßen, Ihre ASFINAG

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Gerhard Farmer vor 2 Monaten

Hallo Herr Mayr. DieUmbauarbeiten an der S6 Niklasdorf - Oberaich sind fertigestellt. Leider gab es keine Lärmschutz Masnahmen im Bereich Niklasdorf. Laut Lärm Karte(www.laerminfo.at) wäre das aber notwendige gewesen. Im Bereich Oberaich wurde Masnahmen durchgeführt. Warum wurde im Bereich Niklasdorf keine Masnahmen durchgeführt? Lg. Gerhard

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Asfinag vor 2 Monaten

Sehr geehrter Herr Farmer, zu Ihrer Anfrage betreffend der Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen an der S 6 im Bereich Niklasdorf können wir Ihnen mitteilen, dass der Einsatz von Lärmschutzmaßnahmen am ASFINAG-Bestandsnetz österreichweit einheitlich nach geltenden Standards und Richtlinien erfolgt, deren Anwendung für uns verpflichtend ist. In diesen Richtlinien wird u.a. auch das Verhältnis der Wirkung der Lärmschutzmaßnahme zu deren Errichtungskosten (Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) dargestellt. Eine Mindestwirkung im Verhältnis zu den Kosten ist Voraussetzung, um eine Lärmschutzmaßnahme errichten zu können. Auf Grund der bestehenden Lärmschutzmaßnahmen, sowie der Führung der S 6 im Tunnel im Bereich von Niklasdorf liegt die Lärmbelastung bei den Wohngebäuden teilweise weit unter dem Grenzwert (Grenzwert Nacht, 50 dB). Aus diesem Grund ist eine Erweiterung der bestehenden Lärmschutzmaßnahmen unter Einhaltung der genannten Regeln und Richtlinien nicht möglich. Liebe Grüße, Ihre ASFINAG

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EDITH KREHN vor 2 Monaten

Hallo Herr Mayr, wir möchten an die Strasse Pass Thurn (Salzburg) eine Lärmschutzmauer errichten. Welchen Abstand müssen wir von der Pass-Straße einhalten und wie hoch darf so eine Mauer sein? Darf man auch eine teilweise Überdachung zum eigenen Grundstück auf die Schallschutzmauer setzten? Mit freundlichen Grüßen EDITH KREHN

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Asfinag vor 2 Monaten

Sehr geehrte Fr. Krehn, damit wir Ihre Anfrage entsprechend bearbeiten und Sie dahingehend möglich gut unterstützen können, bitten wir Sie um Übermittlung ihrer Kontaktdaten an folgende Mailadresse: info@asfinag.at . Ein entsprechender Mitarbeiter wird sich bei Ihnen melden und Ihr Anliegen besprechen.

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M. Satt vor 2 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, wir wohnen in Pottendorf in einer neuen Siedlung entlang der A3 Richtung Eisenstadt. Die Entfernung zur Autobahn beträgt ca. 600m und die von uns selbst gemessenen Werte sind über 60 dB. Das Verkehrsaufkommen durch LKWs und viele Pendler Richtung und aus dem Osten (vor allem Ungarn) ist enorm und zur Rush Hour ist die Lärmbelastung enorm. Tendenz zunehmend da sich der Speckgürtel um Wien immer weiter ausweitet. Ist hier eventuell eine Lärmschutzmaßnahme geplant bzw. was muss vorliegen, damit eine Lärmschutzwand erbaut wird? Für eine kurze Erläuterung ihrerseits wäre ich sehr dankbar! Liebe Grüße!

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Asfinag vor 2 Monaten

Liebe/r M. Satt. Im Bereich Pottendorf treten nach der derzeitig aktuellen Lärmkartierung keine Überschreitung der festgelegten Grenzwerte auf. Dieser Lärmkataster ist im Internet für jede Bürgerin, jeden Bürger unter dem Link https://www.asfinag.at/bauen-erhalten/larmschutz/larmkataster/ einzusehen. Im Jahr 2022 erfolgt eine Aktualisierung des österreichweiten Lärmkatasters. Dabei werden zunächst Bereiche ermittelt, wo gemäß den geltenden Regelungen Handlungsbedarf besteht, anschließend erfolgt eine österreichweite Priorisierung der erforderlichen Maßnahmen. Liebe Grüße, Ihre ASFINAG.

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Gerald Sulzner vor 2 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, wir wohnen neben der A1 im Bereich Asten bei Linz. Subjektiv wahrgenommen wird es in der Siedlung immer lauter. Kann dies aufgrund des Alters/Zustands der bestehenden Lärmschutzwand sein. Sind in diesem Abschnitt Sanierungsmaßnahmen geplant z.B.: höher Lärmschutzwände ähnlich wie A1 Abschnitt bei Ansfelden?

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Asfinag vor 2 Monaten

Sehr geehrter Herr Sulzner, die Sanierung der bestehenden Lärmschutzwände entlang der A1 West Autobahn im Bereich Asten ist nach derzeitigen Bauprogramm ab dem Jahr 2023 geplant. Eine Erhöhung der bestehenden Lärmschutzwände wird aktuell mit einer lärmtechnischen Untersuchung überprüft. Genaue Ergebnisse der Untersuchung werden Ende des Jahres erwartet und in weiterer Folge mit der Gemeinde Asten abgestimmt. Liebe Grüße, Ihre ASFINAG

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Waldsam Thomas vor 6 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, wir wohnen auf der Höhe Mautstelle St.Michael (Vorderlainsach 33) und haben in den Jahren schon mit massiven gesundheitsschädlichen Lärm zu kämpfen! Deutliche zunahme von LKW Lärm in den letzten Jahren! Ist es nicht möglich das es eine einseitige Lärmschutzwand montiert wird? Mit der Renovierung der Mautstelle ist eine Mittelleitwand aus Beton aufgestellt worden, die den Lärm noch mehr reflektieren! Bitte um Rückmeldung. Danke LG

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Asfinag vor 5 Monaten

Sehr geehrter Herr Waldsam, der Einsatz von Lärmschutzmaßnahmen am ASFINAG-Bestandsnetz österreichweit erfolgt einheitlich nach geltenden Standards und Richtlinien, deren Anwendung für uns verpflichtend ist. In diesen Richtlinien wird u.a. auch das Verhältnis der Wirkung der Lärmschutzmaßnahme zu deren Errichtungskosten (Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) dargestellt. Eine Mindestwirkung im Verhältnis zu den Kosten ist Voraussetzung, um eine Lärmschutzmaßnahme errichten zu können. Bei Ihrem Wohngebäude in Vorderlainsach liegt gemäß ASFINAG Lärmkataster eine Lärmbelastung von 54,7 dB und somit eine Grenzwertüberschreitung (Grenzwert Nacht, 50 dB) vor. Auf Grund der Besiedlungsdichte ist unter Einhaltung der genannten Regeln und Richtlinien jedoch die Errichtung einer Lärmschutzwand im gegenständlichen Bereich nicht möglich. In Bezug auf den Anrainerschutz fördert die ASFINAG unter gewissen Voraussetzungen passive Lärmschutzmaßnahmen in Form von Lärmschutzfenster und Lüfter bei jenen Wohnobjekten bei denen eine Grenzwertüberschreitung vorliegt. Um die weiteren Möglichkeiten abzuklären, setzen Sie sich bitte mit unserem Projektleiter DI Martin Kobald (E-Mail: martin.kobald@asfinag.at) in Verbindung. Dieser hilft Ihnen gerne weiter. LG, Ihre ASFINAG

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Stefan vor 6 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, wir wohnen in Ennsdorf, direkt an der A1. Durch die Gemeindezeitung haben wir erfahren, dass Messungen bei uns bereits im Dezember durchgeführt wurden. Leider gibt es seitens Gemeinde keine neuen Informationen. Gäbe es hier einen Ansprechpartner oder vielleicht auch von Ihrer Seite ein Status Update? Danke für die Auskunft und auch diesen ausführlichen Blog Eintrag.

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Asfinag vor 6 Monaten

Lieber Stefan, danke für Ihre Nachricht! Derzeit wird im angesprochenen Bereich der A1 West Autobahn im Abschnitt Ennsdorf eine lärmtechnische Untersuchung durchgeführt. Die ersten Ergebnisse werden Anfang Juni vorliegen. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse der Gemeinde Ennsdorf präsentiert. Für Rückfragen steht Ihnen seitens der ASFINAG Hr. Ing. Herbert Bötscher (herbert.boetscher@asfinag.at) zur Verfügung. LG, Ihre ASFINAG

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Franz Eggenweber vor 6 Monaten

.... hier noch eine Ergänzung bzw. der Abschluss zum gerade zuvor von mir deponierten Kommentar: Löblich ist, dass offenbar Unternehmen wie (damals Toyota) Frey sogar nachträglich eine Umkonfiguration auf eine transparente Ausführung, erwirkt haben - nämlich, wie mir erinnerlich, sogar in der Phase der Fertigstellung mit eben geschlossenen Paneelen. Das war wunderbar. Das ist nicht nur für das betreffende, "dahinterliegende" Unternehmen Gold wert, sondern für das ganze Gebiet und letztlich auch für Wien - und eben auch für alle KraftfahrerInnen und Passagiere - Stichwort "Sense-Of-Place". Löblich auch, dass die Fa. Müller Logistics diese Erfordernis (Durchsicht) auch bei der Erneuerung und Verlängerung der dortigen (Wr. Neudorf) Lärmschutzwand wieder erwirkt hat. Ich war da echt in Sorge, dass diese Verlängerung geschlossen ausgeführt würde (was wohl auch nicht im Sinne des Vermarkters der Palmers-Fläche gewesen wäre). Dass eine solche Initiative oder Intervention - um nochmals auf das "Landmark" T-Center zurück zu kommen - seitens T-Mobile nicht gegeben hat (oder offenbar nicht erfolgreich war), empfand ich als bedauerlich. Den markanten Gebäudekomplex konnte man nur von der weiteren Entfernung teilweise ausmachen bzw. etwas näher durch die "Schlucht" der St. Marx-Ausfahrt. Ich rechne damit, dass nun im Zuge des Neubaus des dortigen Lärmschutzes - zumindest in diesem Abschnitt - sprichwörtlich für Transparenz bzw. Durchblick gesorgt wurde/wird. Ich hatte jedenfalls auch schon vor Jahren bzw. auch letztes Jahr wieder mal konkret dafür plädiert. Schaumamal. Es wäre jetzt die Chance. Zu diesem Thema möchte ich an dieser Stelle auch fragen, wie die Asfinag das prinzipiell handhabt bzw. wie Sie persönlich dazu stehen, nach welchen Standpunkten und Gegebenheiten Sie "Transparent"-Ausführungen bei Lärmschutzmaßnahmen bzw. -Projekten einplanen. Neben einer hier offenen kurzen Stellungnahme (für die Leser hier) würde ich mich auch über ein persönliches Gespräch freuen. Vielen Dank und liebe Grüße.

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Asfinag vor 6 Monaten

Sehr geehrter Herr Eggenweber, danke für Ihre Anregungen zum Thema transparente Lärmschutzwände. Wie sie bereits ausgeführt haben, sind transparente Lärmschutzwände reflektierend und erhöhen somit den Lärmpegel auf der gegenüberliegenden Seite. Besonders dort, wo auf beiden Seiten der Autobahn Lärmschutzwände stehen, kann es dadurch zu Mehrfachreflexionen und daraus zu einer merklichen Erhöhung des Schallpegels trotz Lärmschutzwänden kommen. Daher ist bei solchen Situationen Vorsicht geboten und dürfen daher reflektierende Flächen nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Prinzipiell werden transparente Wände aus 2 Gründen errichtet: Einerseits für den Verkehrsteilnehmer, um die Sicht auf die Landschaft und kulturell wichtige Gebäude zu erhalten (Stift Melk) und den Tunneleffekt zu vermeiden, andererseits aber auch für die Anrainerinnen und Anrainer, um bei hohen Wänden den notwendigen Lichteinfall zu gewährleisten. Seitens der betroffenen Anrainenden besteht zum Großteil der Wunsch, die Fahrzeuge, vor allem den Lkw, nicht sehen zu wollen. Wir bewegen uns hier also in einem Spannungsfeld und es ist jeweils abzuwägen, welche Interessen in einem konkreten Abschnitt bestehen. Daraus entwickeln wir die jeweils für den Abschnitt besten Lösungen - die naturgemäß nicht immer die beste Lösung für jede Einzelbetrachtung sein kann und muss. Wir hoffen, Sie stimmen uns hier zu. LG, Ihre ASFINAG

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Franz Eggenweber vor 6 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, ich habe ein großes Anliegen für künftige Lärmschutz-Projekte - sei es eine Ersterrichtung oder eine Erneuerung von bestehenden Anlagen: Mir ist bewusst, dass gläserne (transparente) Flächen / Paneele eine geringere Schall-Absorbierung bieten, doch halte ich eine räumliche Orientierbarkeit für Verkehrsteilnehmer*innen (Fahrer und Mitfahrer*innen) für sehr wichtig. Dies sowohl im urbanen wie im ländlichen Gebieten. Kurz: Ich plädiere für die großzügigere Planung und Installation bzw. Integration von eben transparenten Lärmschutz-Abschnitten. Und die jeweilige Initiative sollte nicht ggf. von einem Unternehmen kommen, dessen Gebäudes man sonst versteckt würde, sondern von der Asfinag selbst - wie gesagt im Sinne der Ermöglichung einer örtlichen Orientierung. Konkrete Anlässe bzw. Beispiele für zu geringe "Durchsicht"-Bereiche oder gar keine sowie Anregung für noch nicht fixierte Ausführungen: Hochstraße Inzersdorf (A23). Hier ist (immerhin) ein Bereich an der Südseite im Bereich der Sterngasse. Dieser sollte mindestens doppelt so lange sein. Auf der gegenüberliegenden Seite fehlt eine "Durchsicht" (von kleinen Paneel-Ergänzungen abgesehen) gänzlich. Hochstraße St. Marx. (A23): Hier hoffe ich auf großzügigere Integration von Durchsicht-Bereichen. Leider musste ich nun (zumindest) bei den bereits hergestellten Abschnitten auf der Ostseite feststellen, dass hier nur im Bereich des nahe angrenzenden Wohnhauses eine solche Fläche hergestellt wurde (was dort eine Neuerung ist). Dass diese aber dann nicht über einen längeren Abschnitt weiteitergeführt wurde, ist mehr als bedauerlich. Die Wahrnehmung der Gebäude-"Landschaft" bzw. -Situation hinter der nunmehrigen Sicht-Blockade wäre nicht unwichtig, auf jeden Fall auch nützlich zur eben örtlichen Orientierung (aber auch für die vielen Firmen mit deren Schilder - was mich wundert, dass derenseits kein Einwand kam bzw. keine, oder offenbar wohl keine erfolgreiche, entsprechende Intervention für eine transparente Ausführung war). Wirklich schade, dass man sich hier für ein "blickdichte" Fortführung entschieden hat. Ich hoffe, dass es dann in weiterer Folge an dieser Seite (Ost) dann doch noch zu nicht-zu-kurz-geratenen Transparent-Ausführungen kommt (Blick Richtung Gasometer-Viertel etc.). Und auf der West-Seite: Auf jeden Fall - und das ist meine große Hoffnung - müsste zumindest der Abschnitt bei der Fleischhalle "durchblickbar" sein. Zum einen sollten die in diesem Bereich durchaus interessanten Gebäude (inkl. der historischen, denkmalgeschützten Halle und auch eine allfällige künftige Venue daneben nicht verborgen bleiben und zum anderen wäre es sprichwörtlich naheliegend und für mein Verständnis auch selbstverständlich, das wirklich markante architektonische Landmark-Gebäude (ob es gefällt oder nicht), nämlich das "Schiff" bzw. T-Center, bei dieser Gelegenheit endlich visuell für die millionen Vorbeifahrenden freizulegen. Meine Hoffnung lebt. Wie ist der Status Quo?

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Sonja vor 7 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, auf der A2 im Gemeindegebiet Breitenau steht seit Jahren eine Lärmschutzwand, aber leider ist dieser eindeutig zu kurz. Der Lärm kommt jetzt von beiden Seiten, nämlich genau von dort wo die Autos die Schallschutzwand verlassen. Wir können ja sogar die Autos noch sehen. Der Lärmpegel ist noch dazu aufgrund des immer mehr werdenden Verkehrsaufkommens schon so hoch, dass auch die zuletzt gemachte neue Asphaltauflage so gut wie keine Auswirkung auf eine geringere Lärmentwicklung hat. Leider leidet mein Mann bereits aufgrund dieser Lärmbelastung so sehr, dass er Medikamente benötigt, weil dieser Lärm sein Nevensystem bereits starkt angegriffen hat. Lärmschutzfenster sind zwar gut, aber lüften ohne Lärm ist leider nicht möglich, geschweige denn nach einem anstrengenden Abend mal gemütlich auf der Terrasse sitzen. Wenn aus Kostengründen die Lärmschutzwand schon nicht gemacht wird, da wir angeblich zu wenig Einwohner sind die dort betroffen sind, dann wäre es doch eine Möglichkeit zu testen, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung von 130 km/h auf 80 km/h zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen nicht schon eine erhebliche Lärmreduktion zur Folge hätte.

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Asfinag vor 6 Monaten

Liebe Sonja, wir haben im Jahr 2019 gemäß den geltenden Richtlinien eine sogenannte Generelle Lärmuntersuchung (GLU) für den Bereich Breitenau erstellt. Als Ergebnis zeigte sich, dass Überschreitungen der festgelegten Grenzwerte auftreten und für eine Realisierung der überwiegende Teil aber von dritter Seite aus finanziert werden müsste. Das Ergebnis haben wir der Gemeinde Breitenau auch vorgestellt. Für eine Geschwindigkeitsbeschränkung ist (gemäß §43 ff StVO) eine Verordnung durch die zuständige Behörde notwendig. Es ist also Aufgabe der Behörde zu entscheiden, ob eine Beschränkung zielführend und notwendig ist. Für weitere Fragen steht Ihnen der zuständige Lärmschutzsachbearbeiter der ASFINAG (Hr. Ing. Karl Zeilinger, 0664 60108 17423) gerne zur Verfügung. LG, Ihre ASFINAG

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Max vor 8 Monaten

Guten Tag, gibt es ein Projekt die LSW an der A7 in Linz (zwischen Knoten Linz und Bindermichl (stadteinwärts) in absehbarer Zeit zu erneuern, verbessern. LSW ist stark in die Jahre gekommen und wirkt nur sehr bescheiden (s. a. Lärmkataster. ) danke für die Info

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Asfinag vor 7 Monaten

Lieber Max, zur Verbesserung der täglichen Verkehrssituation, Verkehrssicherheit und Lärmbelastung wurde mit den Planungen zum Ausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn im Bereich Knoten Linz bis Tunnel Bindermichl begonnen. Neben umfangreichen Voruntersuchungen und Planungen sind auch mehrere Genehmigungsverfahren, vor allem nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz, dem Wasserrechtsgesetz und dem Naturschutzgesetz erforderlich. Im Zuge dieser Planungen und Verfahren erfolgt auch die Anpassung der Lärmschutzmaßnahmen an den Stand der Technik entsprechend den geltenden Richtlinien. Aktuell ist der Ausbau ab 2025 vorgesehen und wird abschnittsweise erfolgen. Die bestehenden Lärmschutzwände werden unabhängig von den laufenden Planungen weiterhin laufend in regelmäßigen Abständen entsprechend den Vorschriften geprüft. Sollte sich der Erhaltungszustand verschlechtern, werden auch zwischenzeitlich Maßnahmen an der bestehenden Lärmschutzwand gesetzt. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren entlang der Richtungsfahrbahn Linz defekte Lärmschutzelemente durch neue ersetzt. Für weitere Fragen zum Thema Lärmschutz steht Ihnen Herr Ing. Herbert Bötscher (herbert.boetscher@asfinag.at) gerne zu Verfügung. LG, Ihre ASFINAG

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Christian vor 8 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, liebes ASFINAG-Team! Wir wohnen im Grazer Norden (Westrand von Andritz) und haben in letzter Zeit gefühlt deutlich mehr "konzentriertes" Verkehrsgeräusch aus Richtung der (eigentlich relativ weit entfernten) A9 beginnend kurz nach 5 Uhr mit Höhepunkt um 5:30 bis 7 Uhr, abklingend bis ca. 9 Uhr vormittags. Abends (so ab 16 Uhr) wiederholt sich die Steigerung etwas abgemindert. Das Verkehrsgeräusch ist gerade in der Früh sehr fokusiert, dh es klingt, als ob es aus einem Schalltrichter käme. Es wurden vor einiger Zeit im südlichen Bereich der A9 zwischen den beiden Tunneln (Gratkorn/Plabutsch) auf der Westseite Schallschutzmauern errichtet, gleichzeitig aber nicht auf der östlichen Seite. Sollte hier nicht "automatisch" auch eine gegenüberliegende Wand errichtet werden, da selbst lärmabsorbierende Wände einen Teil des Schalls reflektieren, wodurch sich die Schallintensität in südsüdöstlicher Richtung (Richtung Graz) verstärkt? Dort wohnen vermutlich nicht genügend Anrainer, nichts desto trotz wird doch damit der Lärmpegel für die weiter entfernt wohnenden Anrainer erhöht, auch wenn dies unter den Grenzwerten (die mir an Rande erwähnt relativ hoch vorkommen) liegt. Auch würde mich interessieren, ob der Anteil an LKW in den letzten 12 Monaten (Pandemie, viele Online-Bestellungen) gegenüber den PKW gestiegen ist, haben Sie diese Information? Insgesamt finde ich, dass das Thema Belastung durch Verkehrsgeräusche noch mehr Beachtung verdient, in der Planung und auch mit niedrigeren Grenzwerten. Gleichzeitig gilt natürlich auch: Würden wir alle öfters auf das Auto verzichten oder zumindest nicht allein im Auto sitzen, müsste auch seltener durch Lärmschutzwände aufwändig und kostspielig an den Symptomen ("Lärm") gearbeitet werden.

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Asfinag vor 8 Monaten

Lieber Christian, im Bereich Andritz, zwischen den Tunnel Gratkorn Nord und Gratkorn Süd fanden auf der A 9 in den letzten Jahren keine Bautätigkeiten statt. Das bedeutet, dass es außerhalb der Tunnel zu keiner Veränderung der bestehenden Lärmschutzmaßnahmen gekommen ist. Jedoch reichte die Baustellenverkehrsführung für die Arbeiten im Tunnel bis in den Freilandbereich, wodurch der Eindruck einer Baustelle zwischen den Tunnel entstanden sein könnte. Die bestehenden Lärmschutzwände sind grundsätzlich straßenseitig hochabsorbierend ausgeführt. Das bedeutet, dass die verbleibenden Reflexionen für die gegenüber liegenden Anrainer auf so geringem Niveau liegen, dass sie für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. Grundsätzlich erfolgt der Einsatz von Lärmschutzmaßnahmen am ASFINAG-Bestandsnetz österreichweit einheitlich nach geltenden Standards und Richtlinien, deren Anwendung für uns verpflichtend ist. In diesen Richtlinien wird u.a. auch das Verhältnis der Wirkung der Lärmschutzmaßnahme zu deren Errichtungskosten (Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) dargestellt. Eine Mindestwirkung im Verhältnis zu den Kosten ist Voraussetzung, um eine Lärmschutzmaßnahme errichten zu können. Dies bedeutet, dass bei Errichtung einer Lärmschutzmaßnahme auf einer Richtungsfahrbahn nicht automatisch für die gegenüberliegenden Siedlungsbereiche eine Lärmschutzmaßnahme errichtet werden kann. Zum Verkehrsaufkommen können wir Ihnen mitteilen, dass auf Autobahnen und Schnellstraßen der Gesamtverkehr im Jahr 2020 auf Grund der COVID-Pandemie um rund 20 Prozent zurückgegangen ist. Insbesondere der Pkw-Verkehr verzeichnete einen Rückgang von mehr als 22 Prozent. Etwas krisensicherer zeigte sich der Lkw-Verkehr. Hier lag die Fahrleistung bei einem Minus von ca. 5 Prozent im Jahr 2020. Aus diesem Grund dürfte im Lärmempfinden für die Anrainerinnen und Anrainer der Lkw-Verkehr momentan mehr ins Auge fallen als in den vergangenen Jahren. Wir hoffen, wir konnten zumindest einige Ihrer Fragen zufriedenstellend beantworten! LG, Ihre ASFINAG

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Christian vor 8 Monaten

Vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme! Es ist klar, dass Richtlinien einzuhalten sind und öffentliches (unser aller) Geld nicht bedingungslos ausgegeben werden kann. Ich hinterfrage jedoch die Grenzwerte und Bedingungen in diesen Richtlinien - nur ist das sicher mehr eine politische Frage. Als Anwohner mit einem Geräuschpegel unter diesen Grenzwerten wünscht man sich, dass dem Thema deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet würde. Das Argument mit der geänderten Wahrnehmung durch die relative Ruhe während der Lockdowns ist mir bekannt und es ist schwer zu widerlegen ;-), denn ich kann dem nur meine subjektiven Eindrücke gegenüberstellen und die sagen mir, dass sich etwas geändert hat. Es kann leicht sein, dass es sich dabei um bauliche Änderungen irgendwo zwischen uns und den verschiedenen Verkehrswegen im nördlichen Graz handelt, leider ist das Rückverfolgen der Hautpquelle bei dieser Art von Geräusch für mich unmöglich, da man es aus der Ferne zwar "orten" kann, nicht mehr aber in mitten der Verkehrswege, die das natürlich übertönen. Doch selbst wenn ich es orten könnte, würden - siehe oben - die Kriterien nicht erfüllt sein, da wir "zu weit entfernt" wohnen. Fazit: Ich kann nur darauf hoffen, dass zufällig andere (bauliche) Maßnahmen "irgendwo" in diesem Bereich Milderung bringen. Da Schallschutzmaßnahmen direkt bei der Quelle am effizientesten sind, wäre das unmittelbar an den Verkehrswegen natürlich optimal, leider wird sich das aber nicht erfüllen. Auch das Mitdenken von Schallschutz beim Bau neuer Bauwerke wäre im Vergleich eine für alle wirksame Herangehensweise, passiert aber mWn nicht. Danke trotzdem und bleiben Sie gesund!

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Wolfgang vor 9 Monaten

Wie sind die Regeln für Bezirks- und Landesstrassen?

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Asfinag vor 9 Monaten

Lieber Wolfgang, zu dieser Frage können wir leider nicht weiterhelfen. Sie müssen sich dazu bitte an das jeweilige Bundesland wenden.

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Christian Baumgartner vor 10 Monaten

Sehr geehrter Herr Mayr, Liebes ASFINAG Team, als Bewohner in 8074 Raaba/Grambach, bitte ich um Übermittlung der Kontaktdaten eines Ansprechpartners bezüglich des Lärmschutzes/der Lärmschutzmaßnahmen betreffend des Autobahnabschnitts Abfahrt Graz Ost RFB Graz stadteinwärts (Lt. GIS Stmk. A2 179RA km 0,0+0,255 km). Da dieser Zubringer in den letzten Jahren zwar erweitert worden ist, jedoch offensichtlich keine zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen verbaut wurden, möchte ich mich mit den verantwortlichen Personen über die Entscheidungsgrundlagen unterhalten. Besten Dank für die Rückmeldung, Christian Baumgartner

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Asfinag vor 9 Monaten

Lieber Herr Baumgartner, danke für Ihre Nachricht. Gerne können Sie sich an unseren Kollegen Herrn DI Martin Kobald unter martin.kobald@asfinag.at wenden. LG, Ihre ASFINAG

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Günther vor 11 Monaten

Bei meiner neuen lärmschutzwand in kufstein habe ich um 23.00uhr 65 Dezibel gemessen auf meinem Balkon danke für den pfusch

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Schiefermair Markus vor 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Clemens Mayr Ich hatte heute einen Termin in meiner Gemeinde A-4653 Eberstalzell diese meinten ich müsse mich an die Asfinag wenden um eine Lärmschutzwand entlang der Autobahn Sattledt bis Eberstalzell zu bekommen. Was muss ich jetzt tun damit hier eine Messung vorgenommen wird da der Lärm der Autobahn immer mehr wird da sehr viel neu gebaut wurde.

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Asfinag vor 1 Jahr

Lieber Markus Schiefermair, bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage direkt an den zuständigen Projektleiter Herbert Bötscher herbert.boetscher@asfinag.at. Er wird sich bei Ihnen melden. Danke und liebe Grüße, Ihre ASFINAG

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Christian Armbruster, 9061 vor 1 Jahr

Werter Herr C. Mayr, schon lange plagt uns der LKW-Lärm im Bereich Klagenfurt / Tultschnig auf der A2! Teilweise ist es morgens so laut, dass man die Vögel nicht mehr hört. Insbesondere beginnt abends mit abnehmenden Umgebungslärm das "Singen" der LKW. Regelmäßig wachen wir durch das "jingjingnjing" der LKW auf und können vor Ärger nicht mehr einschlafen. Auch bei geschlossenem Fenster (Internorm 2003, 2-Schicht) ist der Lärm zu vernehmen. Der Hang auf der Nordseite von Tultschnig bringt einen Stereoeffekt. Es sind dann zwei Autobahnen zu hören, eine im Süden und eine am Hang im Norden. Auf der Lärmkarte der ASFINAG ist es so dargestellt, als würde man in einem Kilometer entfernten Tultschnig, von der Autobahn nichts mehr hören. Auch sind auf der Karte in diesem Bereich Lärmschutzwände verzeichnet, wo keine sind. Bitte teilen Sie uns mit, dass in diesem Bereich bald genügend hohe Lärmschutzwände installiert werden. Mit freundlichen Grüßen, C. Armbrustr, Neuhausgasse 4, 9061 Klagenfurt -Wölfnitz, c.armbruster@gmx.at

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Clemens Mayr vor 1 Jahr

Lieber Christian Armbruster, der Einsatz von Lärmschutzmaßnahmen am ASFINAG-Bestandsnetz erfolgt österreichweit einheitlich nach geltenden Standards und Richtlinien, deren Anwendung für uns verpflichtend ist. In diesen Richtlinien wird u.a. auch das Verhältnis der Wirkung der Lärmschutzmaßnahme zu deren Errichtungskosten (Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit) dargestellt. Eine Mindestwirkung im Verhältnis zu den Kosten ist Voraussetzung, um eine Lärmschutzmaßnahme errichten zu können. Grundvoraussetzung für die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen ist das Vorliegen einer Grenzwertüberschreitung bei Wohngebäuden. Auf Grund der Entfernung Ihres Wohnhauses von rund einem Kilometer zur A2 Süd Autobahn, ist eine Überschreitung des Grenzwertes nicht gegeben und somit die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen nicht möglich. Die auf den Karten eingezeichneten Lärmschutzmaßnahmen stellen in diesem Bereich keine Lärmschutzwand dar, sondern bilden den Damm der im Bereich Trettnig tiefer liegenden A2 ab. Liebe Grüße, Clemens Mayr

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Christian Armbruster, 9061 vor 1 Jahr

Herr C. Mayr, Danke für Ihre Rückmeldung. Also ich habe verstanden, dass die Lärmbelastungen anhand komplexer Rechnungen dargestellt werden. Aber was ist mit der faktischen Lärmbelastung. Wir waren vor einem Bau der Autobahn hier wohnhaft, man hatte nichts gehört als nur Natur. Mittlerweile ist das Verkehrsaufkommen auf der A2 in diesem Teil größer. Als Kind hab ich die Proteste gegen den Bau der Nordumfahrung erlebt. Versprochen wurde, dass keine Beeinträchtigung erfolgen werde. Schon klar, irgendwo muss der Verkehr ja hin und sicher Besser auf eine Umfahrung. Aber warum kann man das nicht unbelastender gestalten. Nicht der ganze Abschnitt ist mit einer Tieferlegung und einem Erdwall verbunden. Der Winkel dieser Flanken ist so groß, dass es zu keiner Schalleingrenzung kommt, eher zu der Wirkung eines Schalltrichters. Genauso die Tunnel- Ein-und Ausfahrten. Die offenen Bereiche sprechen (schallen) für sich. In manchen Nächten können die einzelenen LKW gezählt werden und man kann benennen, wann diese in die "kurze Röhre" (Unterflurbereich Trettnig) fahren und wieder rauskommen. Also laut Schall-Berechnung werden wir und viele Autobahnanrainer über Generationen den Verkehrslärm ertragen müssen, mit den Folgen von gesundheitlicher Beeinträchtigung. Eine finanzielle Wertminderung des ländlichen Wohngebietes ungeachtet. So ein paar Meter Lärmschutzwand wird doch finanziell möglich sein! Oder? Weiterhin mit freundlichen unausgeschlafenen Grüßen C.Armbruster

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Clemens Mayr vor 1 Jahr

Lieber Herr Armbruster, wir verstehen, dass Lärmschutz ein höchst emotionales Thema ist. Gerne können Sie sich für weitere Fragen an den für Ihre Region zuständigen Projektleiter, Martin Kobald, direkt unter 0664 60108 13475 wenden. Liebe Grüße, Clemens Mayr

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Christian Armbruster, 9061 vor 1 Jahr

Werter Herr Mayr, Lärm ist kein emotionales Thema. Lärm ist ein Faktum und hat negative Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem von Lebewesen. Und ich glaube nicht, dass es verstanden wird, denn wenn es so wäre, würde man keinen Lärm von Autobahnen hören.....usw. Aber Danke für die Weitervermittlung an Herrn Kobald. Vielleicht baut er eine Lärmschutzwand?! Mit freundlichen Grüßen, ein lärmgenervter C. Armbruster

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Christian Armbruster vor 10 Monaten

Werter Herr Mayr, die A2 ist in diesem Bereich nicht tiefer gelegt. Es war vor 40 Jahren so geplant, jedoch aus Kostengründen nicht ausgeführt worden. Der kleine Erdwall, keine 1,5 Meter hoch und nicht durchgehend verlaufend, ist eine Fake-Tieferlegung. Wir können direkt auf das Tunnelportal Trettnig sehen und LKW zählen. Es wurde in Tultschnig auch noch nie eine Messung vorgenommen, sondern die Lärmkarte ist auf Berechnungen entstanden. So kommt es, dass die Lärmkarten sich in den Jahren unterscheiden. 2017 liegt die Lärmgrenze plötzlich 200 Meter weiter von Tultschnig weg als 2012. mfg

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Dr. Norbert Achleitner, 4020 vor 1 Jahr

Ich habe gehört, daß es für meine Wohnung 4020 Linz, Kudlichstraße 14 (in der Nähe der geplanten Westumfahrung) beim Einbau von Lärmschutzfenstern von ihnen Förderungsmaßnahmen gibt. Ich beabsichtige den Einbau von neuen Fenstern. Woher bekomme ich genauere Informationen? MfG Dr. Norbert Achleitner, 4020 Linz, Hanriederstraße 32, Tel. 0664 1034112, e-mail: norbert.achleitner@gmx.at

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Christian Mayer vor 1 Jahr

Wie groß ist der Unterschied in der Lärmemission zwischen einem PKW mit 100 km/h und 130 km/h? Die oben genannte Aussage, dass die Geschwindigkeitsreduktion von 130 auf 100 km/h nur sehr geringe Auswirkungen hat, hängt sehr davon ab, wie hoch der Anteil der PKW an den Lärmemissionen ist. Am Wochenende ist er nahezu 100 % und damit ist auch die Auswirkung der Geschwindigkeitsreduktion auf die Lärmemission höher. Wie groß ist der Unterschied in der Lärmemission zwischen einem LKW mit 90 km/h und 60 km/h?

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Clemens Mayr vor 1 Jahr

Lieber Herr Mayer, der sich rechnerisch ergebende Unterschied beträgt beim PKW ca. 2,3 dB. Tatsächlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei einer Beschränkung auf 100 km/h jedoch im Regelfall um die 115 km/h, bei 130km/h jedoch knapp unter 130 km/h. Dadurch ist der reale Unterschied deutlich geringer. Bei LKW liegt der rechnerische Unterschied zw. 90 km/h und 60 km/h in Abhängigkeit des Fahrbahnbelages bei 3 bis 3,8 dB. Liebe Grüße, Clemens Mayr

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Ernst Wimmer, Gallneukirchen vor 2 Jahren

Den effektivsten - ökologischen - Lärmschutz gibt das Blätterwerk geschlossener Strauchreihen. Der Lärm wird absorbiert, nicht reflektiert. Von der Optik ganz zu schweigen. Dass moderne Lärmschutzwände ein gewaltiger Geschäftszweig geworden sind lässt sich nicht bestreiten. Der Kostenvergleich mit Arbeitstrupps, die für die maschinelle Pflege (Beschnitt) nötig wären, ist interessant. Aber da gibt es keine Fakultät...

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Josef krusch vor 2 Jahren

Hallo. Danke für die ausführlichen Erklärungen. Frage stellt sich aber trotzdem. Warum sind auf der A1 an so vielen Stellen lärmschutzwände wo weit und breit keine Siedlungen sind

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Mag. Sylvia Platzer vor 1 Jahr

Ich schließe mich der Frage von Josef Krusch an, und finde dazu keine Stellungnahme. Exzessive Errichtung von Schallschutzwänden im Bereich Linz (dahinter Wald, Felder, Einkaufszentren, Baumärkte, Tankstellen) und vor allem die Höhe wirft die Frage auf, ob die horrenden Ausgaben und die Beeinträchtigung der Autofahrer (Sichteinschänkung, Schattenbildung, etc.) in Relation stehen zum Lärmschutz. Negatives Musterbeispiel ist Hochstrass.

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Josef krusch vor 2 Jahren

Hallo. Danke für die ausführlichen Erklärungen. Frage stellt sich aber trotzdem. Warum sind auf der A1 an so vielen Stellen lärmschutzwände wo weit und breit keine Siedlungen sind

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Asfinag vor 2 Jahren

Danke fürs Lob, das hört man gerne.

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Markus Stotter vor 2 Jahren

Weltklasse Aufbereitung des Themas! Man wird auch privat sehr oft auf dieses Thema angesprochen, diese Informationen sind in jeder Hinsicht sehr nützlich.

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