Zwei neue Donaubrücken für mehr Sicherheit und weniger Stau: Ausbau der Voestbrücke Linz

zuletzt aktualisiert am: 21.03.2018
Die Linzer Voestbrücke wird oft als das verkehrliche Herz von Linz bezeichnet. Jeden Tag überqueren etwa 100.000 Fahrzeuge die Donau über die rund 40 Jahre alte Brücke. Zwei neue Brücken links und rechts der bestehenden Brücke, die so genannten Bypässe, sorgen ab März 2020 für mehr Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit und weniger Stau.
Voestbruecke bei Nacht.jpg
20 Kommentare
Heinrich VIII. vor 7 Tagen

Warum wurde die Sperre des Radweges West nun auf 05/2020 verlängert? Gibt es Verzögerungen im Bau?

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Martin Pöcheim vor 6 Tagen

Sehr geehrter Heinrich VIII! Bis Mai/Juni 2020 erfolgt die Gesamtfertigstellung des Vorhabens „Bypassbrücken“. Aus derzeitiger Sicht werden auch die neuen Rad- und Gehwege (jeweils rd. 3 m breit außen auf den neuen Bypassbrücken) zu diesem Zeitpunkt in Betrieb gehen. Eine (bisher angenommene) vorgezogene Inbetriebnahme eines Teils der neuen Radwege ist aus baulogistischer Sicht leider nicht zu schaffen. Wir freuen uns, ab dem Sommer 2020 deutlich mehr Komfort bei den Rad- und Gehwegen anbieten zu können. Für die temporären Einschränkungen während der Bauarbeiten ersuchen wir um Verständnis, es wird hier hoher Aufwand betrieben um die Verbindung über die Donau dauerhaft offen zu halten. Freundliche Grüße, Martin Pöcheim

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Martin W. vor 2 Monaten

Sehr geehrter Herr Pöcheim, Auch mich fasziniert der rasche Fortschritt der Baustelle auf meinem täglichen Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit. Obwohl ich mich mit den notwendigen Umleitungen bereits vertraut gemacht habe, bitte ich Sie um Umsetzung der von der Radlobby Linz (Paul Weber) vorgeschlagenen einfachen Verbesserungen hinsichtlich Radwegeführung. Details entnehmen Sie bitte folgendem Link: https://www.radlobby.at/linz/voest-brueckenbaustelle-behelfsradweg Dadurch wird die Verkehrssicherheit für die Radfahrer zusätzlich erhöht. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diese einfachen Maßnahmen umsetzen können. Freundliche Grüße Martin W.

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Martin Pöcheim vor 2 Monaten

Sehr geehrter Herr W! Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und den Hinweis auf die Anregungen der Radlobby Oberösterreich. Wir waren und sind auf Basis von Rückmeldungen laufend bemüht, notwendige und „machbare“ Verbesserungen und Anpassungen der Provisorien umsetzen. Wir ersuchen jedoch auch um Verständnis. Die aktuelle Baustelle an der Voestbrücke stellt für alle Projektbeteiligten (Planer, ausführende Firmen aber auch die Behörden und die Projektleitung der ASFINAG) und insbesondere während der Bauphase auch die Betroffenen (Verkehrsteilnehmer und Anrainer) vor außergewöhnliche Herausforderungen. Wir haben viele inhaltliche aber auch finanzielle Anstrengungen unternommen, um alle Anforderungen, insbesondere auch für die Aufrechterhaltung von Geh- und Radverbindungen über die Donau, weitgehend erfüllen zu können. Bei einem solchen komplexen Projekt im urbanen Bereich ist aufgrund der beengten Platzverhältnisse die Einrichtung von Provisorien unabdingbar. Wie man sich vor Ort überzeugen kann, ist es trotz der herausfordernden topografischen Situation gelungen, ein simples „Radfahrer absitzen“ oder gar eine Sperre der Verbindung durch die Errichtung dieser Provisorien im Interesse aller Beteiligten zu vermeiden. Provisorien sind hier unvermeidbar, unterliegen einer zeitlich klar absehbaren Beschränkung des Gebrauchs und stellen eine Übergangslösung dar. Diese verlangen selbstverständlich von den Benutzern einen Beitrag wie z.B. die Reduktion der Geschwindigkeit, erhöhte Aufmerksamkeit (siehe StVO) oder den einen oder anderen Umweg. Dies gilt gleichermaßen für den motorisierten Individualverkehr (vgl. etwa die aktuellen Rampensperren), den öffentlichen Verkehr und natürlich auch den für den Geh- und Radverkehr. An dieser Stelle hervorzuheben ist, dass die Baustelle auch im Hinblick auf die Rad- und Gehwege kein Selbstzweck ist. Die künftige Geh- und Radwegquerung der Donau auf den neuen Bypassbrücken mit ausreichenden Breiten, klarer baulicher Trennung von der Autobahn und zeitgemäßer Beleuchtung stellt eine wesentliche Qualitätsverbesserung gegenüber dem Stand bis Anfang 2018 dar. Freundliche Grüße, Martin Poecheim

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Ferdinant K. vor 2 Monaten

Benütze werktäglich 2 mal die Radwege durch die Baustelle. Ich bin sehr dankbar dafür, dass trotz dieser komplexen Baustelle der Radverkehr über die Donaubrück durchgehend möglich ist. Die von der Radfahrerlobby angesprochenen Punkte kann man als Verbesserung sehen, aber selbst als Radfahrer muss ich ihnen schon sagen, es geht hier doch um den Bau 2er zustätzlichen Brücken und nicht das Erreichen von Perfektion der provisorischen Radwege. Für mich waren die angespochenen Punkte bisher echt kein Problem. Mit angepasster Geschwindigkeit, leicht erhöhter Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme auf andere Radfahrer u. Fußgänger (sollte selbstverständlich sein, auch außerhalb der Baustelle) konnte zumindest ich (bisher) ohne Probleme durch die Baustelle radln!

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Benjamin Reischl vor 3 Monaten

Guten Tag! Ich hab mir heute die Baustelle angesehen und muss vorerst mein Lob aussprechen: Alles was dort passiert wirkt sehr professionell und konsequent in der Umsetzung! Mich würde interessieren, wie die Pfeilfer im Flussbett verankert werden. Es wurde ein Kasten aus Spundwänden errichtet. Darin befindet sich nun noch Wasser, zuletzt habe ich auch gesehen, dass LKWs Schotter hineinkippen - wie tief sind die Pfeiler im Flussbett verankert und ist es nicht notwendig, vorher das Wasser abzupumpen? Danke und liebe Grüße - weiterhin tolles Vorankommen in Linz!

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Martin Pöcheim vor 2 Monaten

Guten Tag Herr Reischl! Vielen dank für das positive Feedback zu unserer Baustelle. Die Spundwandkästen (insgesamt 4 Stück für 4 Brückenpfeiler) werden zunächst mit Schotter gefüllt. Dies dient dann als Aufstandsfläche für ein Großbohrgerät, dass durch den Schotter hindurch pro Spundwandkasten 15 Bohrungen abteuft. Diese Bohrungen reichen bis ca. 10 Meter in den Boden unter der Donau. Die Bohrlöcher mit einem Durchmesser von ca. 1 m werden anschließend betoniert und bilden das Fundament der Brückenpfeiler. Auf die Pfähle werden anschließend "normal" die Flusspfeiler betoniert (im trockenen Schutz der Spundwandkästen). Nach Fertigstellung werden die Spundwandkästen am Ende wieder abgebaut. Freundliche Grüße, Martin Pöcheim

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Ferdinant K. vor 3 Monaten

Hallo Herr Pöcheim, als Beobachter, der täglich am Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad an der Baustelle vorbeifährt, würde mich interessieren, was bei den Bohrungen im Bereich der Straße Straßerau (Firma VA Intertrading AG) gemacht wurde. Wurde hier unter der Donau durchgebohrt um Leitungen zu verlegen? mfg. F

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Martin Pöcheim vor 3 Monaten

Hallo Herr K.! Vielen Dank für die Frage und das Interesse am Projekt. In diesem Bereich wurde von der LINZ AG tatsächlich eine so genannte "Horizontalspülbohrung" unter der Donau durch durchgeführt (Startgrube beim Intertrading-Gebäude auf der Linzer Seite, Zielgrube in Urfahr neben dem Brückenwiderlager). Unter der Donau durch wurde so (erfolgreich) über mehrere hundert Meter ein 110 kV-Stromkabel verlegt. Diese Arbeiten waren auch wegen der Baustelle Bypassbrücken notwendig. Freundliche Grüße, Martin Pöcheim

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Fabian vor 4 Monaten

Für was ist die riesige ausgebaggerte fläche auf der urfahrseite richtung plesching? Sieht aus wie ein kleiner hafen. Bleibt dieser seitenarm nach bauende als badebucht?

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Martin Pöcheim vor 4 Monaten

Hallo Fabian! Auf der angesprochenen Fläche in Urfahr wird der zentrale Montageplatz errichtet. Ab August 2018 werden dort die großen Stahlteile für die Brücke angeliefert, vormontiert und anschließend von dort zur Brücke eingeschwommen. Da die verschiedenen Transporte per Schiff erfolgen wurde auch eine kleine "Hafeneinfahrt" samt Kai errichtet. Die Anlage wird mit dem Ende der Bauarbeiten ab Sommer rückgebaut und die Fläche rekultiviert. Freundliche Grüße, Martin Pöcheim

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Fabian vor 4 Monaten

Danke für die schnelle Antwort! Schade das der kleine hafen nicht bleibt wäre eine tolle badebucht.

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H. Korner vor 6 Monaten

Guten Tag, Wenn es Ihre Zeit mal erlaubt, bitte ich um eine kurze Antwort: Wann etwa ist geplant, dass die Pfeiler der neuen Brücke errichtet werden? Und wann, die Stahlbrücken selbst?

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Martin Pöcheim vor 6 Monaten

Guten Tag! Die ersten Arbeiten für die neuen Brücken selbst wurden bereits gestartet. Auf der Linzer Seite laufen aktuelle die Betonarbeiten für die Errichtung der Brückenwiderlager. Die Pfeiler (Pylone) der Brücke werden ab ca. Ende Mai errichtet, beginnend mit den Fundamenten der beiden Strompfeiler in der Donau. Ab ca. August werden dann die ersten Stahlteile der Brücke selbst montiert. Freundliche Grüße, Martin Pöcheim

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hans hoffelner vor 6 Monaten

guten tag sg hr pöcheim ! ich habe schon pläne lt dem asfinag plan nr A7/LSWLP/BP/3845F lärmschutzwand/sprit-und überketterungsschutz rampe 8 knoten urfahr sind in diesem plan lärmschutzwände mit nur 2 meter höhe eingezeichnet und eine absenkung dieser auf 1 meter höhe und auf einer länge von 63,4m+10m+49,5m = 122,9 meter meine frage ich finde das die 2 meter höhe nicht ausreichend ist ! und eine absenkung in diesem bereich mich nur wundert ! 1 meter höhe ist kein lärmschutz die lärmsituation und kfz frequenz spricht eher für richtigen lärmschutz anstatt kosmetik wände bogenförmige lärmschutzwände wie tauernautobahn (zb zederhaus zb eben ) wären hier dringend notwendig sollte das argument für niedrige lärmschutzwände und die absenkung auf 1 meter die stadtbelüftungszone vom norden her sein würde ich sogar mit den gebogenen elementen aerodynamisch einen vorteil sehen hingegen mit den 2 meter bzw 1 meter varianten dadurch wenig lärmschutz und eine ungünstige verwirbelung entsehen kann bitte um ihre anwort danke gruß hans hoffelner

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Hans Hoffelner vor 6 Monaten

Hallo sg d & h Ich bin mir sicher es kommt endlich eine lärmschutzmassnahme auch nach dem umspannwerk und die alten lärmschutzwände Vor dem umspannwerk würde sich ebenfalls anbieten bei einem invest von 170 mio gleich mit zu machen bzw erneuern Weiters bin ich mir sicher es wird so wie an div stellen der tauernautobahn gemacht bogenförmige lärmschutzüberbauten Ps dort sind orte weiter weg von der autobahn als wir urfahraner anwohner Und auf grund der kolportierten verkehrsfrequenz vöest brücke liegt demzufolge der lärmpegel auch dadurch noch höher Gruss hans hoffelner

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Martin Pöcheim vor 6 Monaten

Sehr geehrter Herr Hoffelner! Vielen Dank für Ihr Interesse am Projekt und Ihren Kommentar. Die ASFINAG finanziert sich ausschließlich durch ihre Kundinnen und Kunden, d.h. über die Einnahmen aus Lkw-Maut und Vignette. Kein Cent aus dem öffentlichen Budget fließt in unsere Projekte. Mit diesem Geld gehen wir sorgsam um. Auch bei einem 170-Mio-Euro-Projekt wird jeder einzelne Euro nur dann eingesetzt, wenn dies vor dem Hintergrund von österreichweit einheitlichen Regelungen möglich ist. Im Bereich der neu gebauten Anlagen in Urfahr werden von der Ausfahrt Urfahr bis zur Donau neue Lärmschutzwände errichtet. Gekrümmte Wände kommen hier nicht zum Einsatz. Die angesprochene Situation an der Tauern Autobahn, zB im engen inneralpinen Zederhaustal, ist nicht mit jener in Urfahr vergleichbar. Hier ist nicht alleine die die Verkehrsfrequenz relevant, sondern zB auch der Beitrag anderer Lärmquellen zur Gesamtsituation (von denen es in Linz sehr viele gibt). Freundliche Grüße, Martin Pöcheim

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hans hoffelner vor 6 Monaten

sg hr pöcheim danke für ihre antwort zwischen den wohnhäusern sonnbergerstrasse und ihrer autobahnanlage urfahr ist nur eine wiese (swingolfanlage) und die macht keinen lärm natürlich gibts da noch die freistädter str. die am abend und in der nacht aber auch keinen lärm erzeugt den lärm der autobahn hört man bis in die räume der häuser der lärm im garten ist sicher.schon gefährlich. ich lade sie daher ein auf einen kaffee auf unserer überdachten terasse bei westwind und regen ein wahnsinn ! gibts für dieses umbauprojekt ein lärmgutachten? kann ich mir die umbaupläne ansehen? danke mfg hans hoffelner IV tel 0699 135 135 03

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Kaiser Klaus vor 7 Monaten

Informativ.Danke. Es ist nur gut, daß bei dieser Brücke keine Landes-und Stadtpolitiker mitreden. Hoffe ich zumindest.

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mike wolf vor 7 Monaten

auffallend, wie höchst professionell sämtliche bauarbeiten bisher auf der a 7 in linz ablaufen ! ein zahnrad greift reibungslos in das andere und die große motivation aller vor ort arbeitenden menschen ist spürbar ! auch die bevölkerung nimmt als "zuseher" vor ort, regen anteil am geschehen, mit überwiegend positiven feedbacks...

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